Mehr Ruhe hilft nicht immer - welche Art von Erholung brauchst du wirklich?

31.08.2025

Wenn wir erschöpft sind, denken wir meist sofort an Pause, Schlaf, Nichtstun. Und wenn das nicht reicht, folgern wir: „Dann brauche ich wohl noch mehr davon …“

 

Aber: Nicht jede Erschöpfung lässt sich mit Schlaf oder Ruhe lösen.
Die US-amerikanische Ärztin Dr. Saundra Dalton-Smith erklärt, dass es verschiedene Arten der Erschöpfung gibt – und deshalb auch sieben verschiedene Arten der Erholung.

Sie nennt das Konzept der Erholungsdefizite: Wir erschöpfen immer die Bereiche, die wir am stärksten beanspruchen. Entsprechend sollten wir gezielt dort ansetzen, wo ein Defizit entstanden ist – statt wahllos „mehr Pause“ zu machen.

 

👉 Ein paar Beispiele:

 

🧘 Wer körperlich erschöpft ist, braucht entweder Schlaf (passiv) oder Bewegung (aktiv)– je nachdem, wie der Alltag aussieht.

 

🧠 Mentale Erholung bedeutet, den Kopf auszuschalten: statt Fachartikel lieber einen Roman, statt weiterdenken lieber träumen.

 

💖 Emotionale Erholung brauchen Menschen, die ständig ihre Gefühle im Griff haben müssen (z. B. im Job) – hier hilft es, in sicherem Rahmen Gefühle zu teilen oder aufzuschreiben.

 

👥 Soziale Erholung entsteht im Kontakt mit Menschen, die nichts von uns fordern – oder indem wir uns bewusst zurückziehen.

 

🔇Sensorische Erholung bedeutet Pause von Reizen: weniger Bildschirme, weniger Lärm, öfter mal Augen zu.

 

🌱 Spirituelle Erholung meint, Verbindung und Sinn zu finden – sei es in Religion, Natur oder Engagement.

 

🎨 Kreative Erholung kommt durch Inspiration: Natur, Kunst, Musik oder spielerisches Ausprobieren.
 

Dalton-Smith fand heraus, dass viele Symptome wie Gereiztheit, Vergesslichkeit, Schlafstörungen oder das Gefühl, ausgenutzt zu werden, sich besser verstehen lassen, wenn wir erkennen, welches Erholungsdefizit gerade vorliegt.

 

Und das Beste: Manche Aktivitäten wirken gleich mehrfach. Joggen zum Beispiel kann sowohl körperlich als auch mental erholend sein.

 

Ihre Botschaft: Wohlbefinden bewusst planen.


Es geht nicht nur um Schlaf, Ernährung und Sport. Sondern auch darum, sich Räume, Menschen und Aktivitäten zu suchen, die wirklich Kraft geben – genau da, wo wir sie am meisten brauchen.

 

👉 Welche Art von Erholung klingt für dich heute am wichtigsten?

 

PS: Dieser Text ist inspiriert von einem Artikel aus Simons wöchentlichem Newsletter.

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